Angst

Kann Angst umprogrammiert werden?

Frage und Anmerkung

Hallo an das Team des Smiley-Konzepts,

leider lässt sich eine Angst nicht einfach wegprogrammieren. Könnte man schon, hätte aufgrund der physikalischen Natur eines Gefühls aber nachhaltige Nebenwirkungen. Alle Maßnahmen, die dem Schwingungscharakter eines Gefühls entgegenwirken, führen physikalisch zu Abspaltungen.

Leider gibt es gemäß physikalischer Gesetzmäßigkeiten keine "speziellen" Ängste, sondern nur "die" Angst mit einer "speziellen" Frequenz. Es besteht diesbezüglich ein allgemein Missverständnis.

Unsere Antwort

Vorab, das Smiley-Konzept unterstützt die Ansage, dass Angst nicht einfach wegprogrammiert werden kann uneingeschränkt. Mit dem Smiley-Konzept gehen wir dann noch einen Schritt weiter und sagen ausdrücklich, dass Um-/Wegprogrammieren, Löschen, Überschreiben, Wegradieren oder vergleichbare Maßnahmen bezüglich Gefühlen, Gedanken und damit Emotionen und Geschehen in unserer Vergangenheit nicht gemacht werden dürfen!

Wir haben zudem Zweifel, ob es überhaupt ohne einen externen „operativen“ Eingriff überhaupt möglich ist.

Mit Medikamenten (Psychopharmaka), Drogen, bei Operationen, nach Traumata, bei Demenz, Morbus Alzheimer und vielem mehr wird der Zugriff auf bestimmte Hirnfunktionen und auf das Gedächtnis auf Zeit oder für immer ausgeschaltet.

Die Neurowissenschaft konnte nachweisen, dass ein Gedächtnis teilweise wieder mobilisierbar ist, wenn es nach Einnahme von Medikamenten für nur kurzer Zeit verschwindet. Es können durch synaptische Verknüpfungen neue neuronale Netzwerke gebildet werden, die verschwundene Fähigkeiten wieder ausführen helfen.

Das Smiley-Konzept nutzt diese Möglichkeit, eine neue Hirnplastizität durch Entscheidung und Bewusstmachung aufbauen zu können. Es löscht nicht und programmiert nicht um, sondern macht uns unsere Angst und unseren Stress von ihrer Ursache her bewusst und nutzt die Bewusstmachung dazu, eine neue, angst- und stressfreie Zukunft mit Hilfe von Lernprozessen in unserem Gehirn neue Hirnplastizitäten aufzubauen. Uns ist somit nicht das Umprogrammieren wichtig, sondern das Bewusstmachen und das daraus lernen.

Unter Hirnplastizität bzw. neuronaler Plastizität versteht man die Fähigkeit unseres Gehirns über Synapsen, Nervenzellen ganze Hirnarealen über bewusste Lernprozesse zur Optimierung von laufenden und neuer Prozesse nutzungsabhängig in ihrer Anatomie und Funktion zu verändern. Je nach betrachtetem System spricht man dabei z. B. von synaptischer Plastizität oder kortikaler Plastizität. Der Psychologe Donald O. Hebb gilt als der Entdecker der synaptischen Plastizität. Er formulierte 1949 die Hebbsche Lernregel in seinem Buch: The Organization of Behavior. Diese plastische Formbarkeit des Gehirns ist bis ins hohe Alter möglich.

Es wird im Smiley-Konzept nicht abgespalten, sondern vergangenes Geschehen genutzt, um daraus zu lernen und für uns neue Möglichkeiten zu öffnen, um so die Zukunft besser zu gestalten.

Wir unterscheiden deshalb bewusst zwischen einer Alarm- und einer Wandlungs- und Entwicklungs-Bibliothek. In der Alarm-Bibliothek liegen unsere vergangenen, uns Angst und Stress machenden Handlungen, in der Wandlungs- und Entwicklungs-Bibliothek die Handlungen, die wir aus den alten Handlungen gelernt haben.

Die Aussage, dass jedes Gefühl in der Natur auch seinen Gegenspieler hat, so auch Angst, macht Sinn, weil ich aus dem, was mir Angst macht, lernen kann, mein Leben angstfrei zu gestalten. Ein Gegenspieler von Angst ist Freude, ein anderer Mut, Hoffnung, Sicherheit, Schutz, usw. Indem ich mich entschließe, die Angst in Freude zu überführen, verknüpfe ich Angst und Freude zu einem Ganzen miteinander. Das Ganze gibt mir dann mehr Lebenskraft.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) hat für dieses bestehende Naturprinzip das Yin und das Yang eingeführt. Beide stehen aber nicht einfach gegenüber, sondern drängen nach einer Verbindung zu einem Ganzen. Die Bildung des Ganzen geschieht in der TCM durch das Qi, das ins Deutsche übersetzt für Lebenskraft steht. Gegensätze können also eine Kraft erzeugen.

Angst gehört dann zu meiner Alarm-Bibliothek, Freude zu meiner Wandlungs- und Entwicklungs-Bibliothek.

Lerne ich somit aus Angst Freude, Mut, usw. entstehen zu lassen, kommt es nicht zu der angesprochenen Wegprogrammierung und damit auch nicht zu der angesprochenen Nebenwirkung im Sinne einer Abspaltung. Im Gegenteil: ich gewinne Lebenskraft. Einen Hinweis auf diesen Vorgang macht die Quantenphysik mit ihrer Beschreibung der Verschränkung. Mit Verschränkung spricht sie das an, was die TCM mit Yin, Yang und Qi angesprochen hat: Gegensätze zu vereinen, um daraus Kraft zu gewinnen.

Zum Ganzen noch eine Anmerkung von uns:

  • Angst ist ein grundlegendes Gefühl, das wir brauchen, um konzentriert eine Lösung für
    eine gestellte Herausforderung zu finden. Hat man in diesem Zusammenhang keine
    Angst, neigt man zur Unvorsichtigkeit. Hat man zu viel Angst bis sogar Panik, hemmt
    (lähmt) uns diese Angst, so dass wir vor der Herausforderung fliehen oder extrem sogar
    in Ohnmacht verfallen.
  • Angst ist ein Gefühl, das selbst biologisch-physikalisch keiner bestimmten Frequenz
    entsprechen kann. Es gilt aber umgekehrt, dass bestimmte Frequenzen technisch als
    z.B. Sinusfrequenz oder natürlich-musikalisch als Ton/Klang erzeugt uns in
    starke Angst bis hin zur Panik versetzen können.
  • Die uns lähmende Angst gehört immer zu einem Schockereignis in Form eines Traumas,
    eines Konfliktes, einer Kränkung, einer körperlich, geistig wie psychisch-seelischen
    Kränkung. Diese Schockereignisse sind daher mit den von der Natur veranlassten
    sinnvollen Überlebensstrategien in unserer Alarm-Bibliothek abgespeichert. Die
    Lernprozesse aus diesen Schockereignissen und den dazugehörigen sinnvollen Überlebensstrategien befinden sich in der Wandlungs- und Entwicklungs-Bibliothek. Zu ihr
    gehört die positive, konzentriertmachende Angst.

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